Die Geschichte von Mäuschen

Hallo,

 

ich bin Mäuschen II und lebe mit Mäuschen I und einem meiner Katzenkinder bei einem netten Ehepaar in Neuberend. Wie es dazu kam, will ich nun erzählen:

 

Geboren wurde ich auf einem Bauernhof in Neuberend. Dort wuchs ich neben vielen anderen Katzen und Katern auf.

 

Als ich 1 Jahr alt war, fanden die Kater Gefallen an mir, naja, ich kann nicht leugnen, dass auch mir der eine oder andere ganz gut gefiel. Kurz um: Nach einer „stürmischen“ Liebesnacht sollte ich bald die Folgen zu spüren bekommen. Ich bekam ein rundes Bäuchlein und wusste nicht wohin. Auf dem Hof wollte ich nicht bleiben denn meine Kinder sollten es doch einmal besser haben als ich.

 

Plötzlich fiel mir ein, dass ja eine von uns Hofkatzen den Bauernhof verlassen hatte. Bei einem meiner Streifzüge hatte ich sie getroffen und sie hat mir von dem netten Ehepaar erzählt, die ihr geholfen hatten als sie schwer krank war und sich auch um ihre Babys gekümmert hatten.

 

Da habe ich mir ein Herz gefasst und mich in die Nähe des Hauses, in dem das Ehepaar wohnt, begeben. Tatsächlich lebte dort auch die weiße Hofkatze und auf der Terrasse standen Futter und frisches Wasser! Ich nahm mir vor, mich dort öfter aufzuhalten.

 

Wenige Tage später hatte die Frau mich wohl bemerkt, denn auf einmal stand noch ein Fressnapf auf der Terrasse und ich aß mich erstmal satt. Ach, tat das gut!

Von da an war das Napf immer wieder gefüllt, wenn ich auf die Terrasse kam.

 

Eines Nachts kamen meine Jungen zur Welt, es waren vier süße Katzenkinder. Bald nahm ich sie mit zur Terrasse. Die Frau war entzückt, aber auch etwas sorgenvoll, als sie uns sah. Die weiße Katze, die Mäuschen genannt wurde, war uns sehr wohlgesonnen und passte oft auf meine Jungen auf. Die Frau, die ein großes Herz für Katzen haben muss, fütterte nun auch meine Kinder und sie rief mich auch Mäuschen, das gefiel mir.

 

Mittlerweile haben ein paar meiner Jungen ein neues Zuhause gefunden und damit ich keine weiteren Katzenbabys bekomme, hatte das Ehepaar beschlossen, sich wegen meiner Kastration an den Tierhilfeverein „Tierhilfe mit Mut und Herz Schleswig e. V.“ zu wenden. Sie hatten sich ja schon für Mäuschen I so aufgeopfert: ihr musste der Schwanz amputiert werden und zweimal hat sie ihren Wurf Junge dorthin gebracht, die ebenfalls durch das nette Ehepaar an andere liebe Menschen vermittelt wurden.

 

Die Frau hat mich an einem Abend in die Transportbox gesetzt und ist mit mir zum Tierarzt gefahren. Schon am nächsten Tag hat sie mich abgeholt. Für meine Kastration ist dann der Tierhilfeverein gerne aufgekommen und ich darf weiter dort bei dem lieben Ehepaar mit Mäuschen I leben. Es gibt dort einen schönen Garten zum Spielen und nicht weit entfernt sind Wald und Wiesen für unsere nächtlichen Streifzüge, außerdem stehen uns auf der Terrasse mehrere Rückzugsmöglichkeiten zum Schlafen und Kuscheln zur Verfügung. Einfach herrlich!

 

Übrigens: Meine kleine Tochter haben sie behalten, weil sie sie so gern haben.

 

Von solchen Menschen sollte es viel mehr geben.

 

Ich bin sehr dankbar und froh, dass ich so viel Glück hatte.

 

Euer Mäuschen II