Tipps zum richtigen Füttern

Da auch für Katzen gilt, dass eine Population durch das Angebot an Nahrung reguliert wird, wachsen Gruppen unkastrierter freilebender Katzen, die gefüttert werden, rasant an.

Besonders auf brachliegenden und verwahrlosten Flächen wie Bahndämmen, Hinterhöfen, Fabrikgeländen u.ä. mit vielen Versteckmöglichkeiten sind große Katzengruppen anzutreffen.

Obwohl Katzen eher Einzelgänger sind, leben sie in diesen lockeren Sozialverbänden friedlich miteinander, vertreiben aber Fremdlinge rigoros.

Reicht das Nahrungsangebot in einem Revier nicht mehr aus, sorgen Rangordnungskämpfe für das Abwandern heranwachsender Jungtiere. Schwache und kranke Tiere oder überzählige Kater werden vertrieben und irren auf der Suche nach einem neuen Revier durch die Stadt. Treffen die Tiere dann wieder auf mitleidige Menschen, die sie füttern, aber nicht dafür sorgen, dass sie kastriert werden, fängt das Elend von vorne an: Die Gruppe wächst und wächst…

Die einzige Lösung für das Problem ist die konsequente Kastration einer Katzenpopulation an ihrem Futterplatz! Die Kastration freilebender Katzen ist Tierschutz mit Verstand!

 

Nur eine kastrierte Population an einem betreuten Futterplatz garantiert eine stabile Population, da die Tiere sich nicht mehr vermehren und jeden Eindringling aus ihrem Revier vertreiben.

Doch eine Chance, mit diesen vernünftigen Argumenten eine Vertreibung der Katzen zu verhindern, haben wir Tierschützer nur, wenn für ihre Kastration gesorgt wurde, und die Fütterung geregelt erfolgt!

So füttern Sie richtig

• Futterplatz nicht direkt an Hauswänden, unter Balkonen und Aufgängen   einrichten! Andere Mieter könnten sich zu Recht belästigt fühlen

• Den Futterplatz peinlich sauber halten! Futter nicht über Nacht stehen lassen, sonst werden Ratten angezogen, und das ist ein Grund, die Fütterung zu verbieten!

• Täglich einmal, möglichst zur gleichen Zeit füttern! Das erleichtert das Fangen der Tiere für die Kastration

• Keine Essensreste und Knochen aus dem Fenster werfen!

• Ein billiges Büchsenfutter ist besser als die Reste vom Mittagstisch! Im Winter Trocken - futter reichen, das gefriert nicht so schnell

• Wasser, aber keine Milch anbieten! Die Tiere bekommen davon leicht Durchfall

Prinzipiell kann der Vermieter die Fütterung von Katzen auf seinem Grundstück zwar verbieten, die Tiere massiv zu vertreiben oder gar zu töten, stellt aber einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.

Nach Paragraph 1 darf Tieren ohne „vernünftigen Grund“ kein Leid zugefügt werden!

Quelle: Tierheim Berlin

Bilder: Tierhilfe mit Mut und Herz